Acht Sätze, die im Recruiting-Alltag fallen. Acht Denkfehler im Kopf, die dahinter stecken.
Das kennt jeder von uns, und es hat sogar einen Namen. Wer sie kennt, kann gegensteuern.
„Wir hatten beide Lacrosse im Studium, sympathisch."
Affinity Bias
Wir bevorzugen Menschen, die uns in Herkunft, Ausbildung und Interessen ähneln.
„Im Vergleich zu den drei schwachen davor ist er hier brillant."
Contrast Bias
Bewerber:innen werden aneinander statt am Profil gemessen.
„Hatte ich mir schon gedacht, war im Gespräch ja eher zurückhaltend."
Confirmation Bias
Wir suchen nach Bestätigung unserer ersten Vermutung und blenden Gegenbeweise aus.
„BCG im Lebenslauf? Dann wird der Rest schon stimmen."
Halo-Effekt
Eine starke Eigenschaft (Marke, Auftritt, Abschluss) überstrahlt die Gesamtbewertung.
„Drei Monate Lücke. Da läuft irgendetwas nicht."
Horns-Effekt
Ein einzelner negativer Punkt zieht die gesamte Bewertung nach unten.
„Bei diesem Namen stocke ich kurz beim Vorlesen."
Name Bias
Namen lösen unbewusst Assoziationen aus und beeinflussen, wem wir Kompetenz zuschreiben.
„Für den Vertrieb suche ich eher jemanden mit Durchsetzungsvermögen."
Gender Bias
Rollenbilder beeinflussen, welche Eigenschaften wir bei wem erwarten und bewerten.
„Sympathisches Profilbild, wirkt offen."
Beauty Bias
Attraktivität beeinflusst die Beurteilung, obwohl sie nichts über die fachliche Eignung aussagt.
Diese Vorurteile sind nicht böse, sondern menschlich. Das Problem entsteht, wenn KI diese Muster verstärkt und skaliert.